Bewegende Geschichte seit 1585

Die ersten Planungen zum Bau einer Residenz gehen in die Zeit um 1585 zurück. Bis heute schreibt dieser historische Ort eine bewegende Geschichte und öffnet nun seine Pforten für ein zukunftsträchtiges Projekt.

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Die Freiherren Zobel von Giebelstadt regierten mehr als sechs Jahrhunderte als Dorf-, Gerichts- und Patronatsherren. Das Patrimonialgericht der Zobel wurde 1850 aufgehoben und auch Giebelstadt gänzlich in die bayerische Verwaltungsstruktur eingegliedert.

Das Ministerialengeschlecht der Zobel, eine weit verzweigte Familie, gehörte unter anderem zum Lehenhof der Edelfreien von Zimmern und Hohelohe, der Grafen von Rieneck, Wertheim und Castell, der Marktgrafen von Ansbach, des Hochstifts Würzburg und des Erzstifts Mainz.

Die Zobel bewohnten ab dem ausgehenden 13. Jahrhundert einen befestigten Hof, den sie im 14. und 15. Jahrhundert zum „Zobelschloss“ (Burg mit Wall und Graben) erweiterten.
Die Zerstörung durh den Bauernkrieg überstanden nur der alte Rundturm und das Mauerwerk des Ostflügels. Beides wurde in den von Hans Zobel von Giebelstadt und seiner Ehefreu Apollonia von Bibra im Jahr 1545 errichteten Neubau integriert.

Um 1585, unter Heinrich Zobel und seiner Gemahlin Amalia Truchseß von Wetzhausen, so berichtet die Inschrift des imposanten Eingangsportals, erhielt das Zobelschloss seine endgültige Gestalt.
1755 wurde die hölzerne Zugbrücke durch eine massive Steinbrücke ersetzt. Im Zuge dessen erhielten die drei Ecktürme ihre markanten Kuppeln.

Die Verschuldung der Familie Zobel im 20. und 21. Jahrhundert führte dazu, dass die vierflügelige Schlossanlage im Zentrum von Giebelstadt schließlich im Februar 2008 zwangsversteigert wurde. Von 2008 bis 2015 war das Schloss im Besitz des gebürtigen Giebelstädter und Unternehmer aus Houston/Texas, Walter M. Konrad.

Im Febraur 2015 wurde die Schlossanlage vom derzeitigen Eigentümer erworben und wird seitdem mit neuem Leben befüllt.